ADVENTSKALENDER 2020

Die Adventszeit beginnt und wir öffnen gemeinsam Türchen 1. Dahinter findet sich der Vorschlag unserer Zuhörerin Dung: Seedrachen! Die Art Phyllopteryx teaniolatus sehen nämlich aus wie kleine Drachen, durch “Fetzen” an dem Körper, mit denen sie sich eigentlich als Algenbüschel tarnen.

Das zweite Türchen öffnet sich und dahinter grinst uns der Weiße Hai an, der von Edda gewünscht wurde. Anna erzählt und allgemein was über den weißen Hai Carcharodon carcharias und über seine sechs Sinne (1,2).

Am dritten Dezember schauen wir uns Asseln mal genauer an, denn die Landasseln, die wir kennen, haben tatsächlich Kiemen. Daher beschäftigen wir uns heute mit einem Verwandten der uns bekannten Asseln in der Tiefsee: Die Riesenassel Bathynomus giganteus, ihr Fressverhalten und was das mit ihrem Fressverhalten zu tun hat.

Weeeeer lebt in der Ananas ganz tief im Meer? Niemand. Jedenfalls nicht in einer Ananas. Aber Schwämme gibt es trotzdem, das sehen wir in unserem vierten Türchen. Anna erzählt und heute was über den Brotkrumenschwamm, Halichondria panicea, der in Nordsee, Mittelmeer und in der Ostsee vorkommt. Wir sprechen über seine Farbe und generell wie sein Aussehen von seiner Umwelt abhängt (Quelle 1, Quelle 2).

Hinter dem fünften Türchen im Adventskalender versteckt sich die Familie der Riemenfische. Eva erzählt von dem Rekordhalter Regalecus glesne, der der längste lebende Knochenfisch ist. Dieser Fisch besitzt kann einfach ein Stück von sich selbst “abwerfen” um Energie zu sparen und steht außerdem senkrecht im Wasser (Quelle: howstuffworks). Das Video von dem Eva redet, findet ihr hier: KLICK – dort seht ihr einen lebendigen, im Wasser stehenden Riemenfisch.

In unserem Nikolausstiefel am 6. Dezember finden wir Seeigel! Diese gehören zu den Stachelhäutern. Sie werden von Seesternen gefressen – und weil diese vom Klimawandel stark betroffen sind, betrifft das natürlich auch die Seeigel-Populationen (Quelle: spektrum).

Heute, am 7. Dezember, schauen wir uns die Einsiedlerkrebse (Paguroidea) mal genauer an: Diese suchen sich zum Schutz Schneckenhäuser, einige leben aber auch sessil [Quelle: spektrum]. Aus der Nordsee ist uns der Bernhardkrebs bekannt. Manche Einsiedlerkrebse setzen sich gezielt Nesseltiere aufs Gehäuse, das Paper dazu findet ihr hier. “Private Parts for Private Property” beschreibt die Forschung von Laidre: Im Laufe der Evolution haben Einsiedlerkrebse größere Penisse entwickelt, damit die Krebse zur Paarung ihr Haus nicht verlassen wollten. Wie Einsiedlerkrebse sich zum Häusertausch in Reihe nach ihrer Größe aufstellen, könnt ihr in diesem Video sehen: KLICK.

Bärtierchen sind wahre Überlebenskünstler und finden sich daher auch in unserem Adventskalender. Schon der Name Tardigrada weist auf ihre tapsige, langsame Art hin, sie leben quasi überall (wie man sie finden kann, seht ihr in diesem Video). Sie können in einen todesähnlichen Zustand übergehen, so dass sie auch Extrembedingungen überleben können, das wird Kryptobiose genannt.

Am neunten Dezember sprechen wir über Seepocken, die im Übrigen zu den Krebstieren gehören. Wer mehr über die Seepocken deutscher Küstengewässer erfahren will, kann das hier tun. Sie sind sessil und ihre Anordnung in nahen Gruppen hängt mit ihrer Fortpflanzung zusammen. Neue Arten werden durch Wasser in neue Gebiete eingeführt und erwachsene Seepocken setzen sich auch gerne mal an Schiffen fest (Quelle: jeb.biologist).

Hinter dem zehnten Türchen verstecken sich die beiden Arten der Gattung der Bastardschildkröten. Im Gegensatz zu anderen Meeresschildkröten ist ihre Eiablage tagsüber und nicht in der Dämmerung. Auch sind mehrere Weibchen an einen Brutort. (Quellen: meerwasser-lexikon ; biologie-seite). Die beiden Schildkrötenarten unterscheiden sich in Ausbreitung und Aussehen.

Am 11. Dezember finden wir den Mosaik-Seestern in unserem Adventskalender. Plectater decanus hat fünf Arme und hebt sich besonders durch seine grellen Farben ab. Dieser Seestern ist aber auch giftig. (Paper dazu: hier) Dann besprechen wir noch warum das marine Leben so bunt an manchen Orten ist und manchen Orten eben nicht (Quelle: thenakedscientists.com)

Am zwölften Dezember sprechen wir über eine Tiefseequalle: Deepstaria enigmatica. Sie wurde nach einem Unterwasserroboter benannt, der sie in der Tiefsee gefunden hat. (Quelle: mbari) Sie kann sehr groß werden. Ihre Nematocysten (“stinging cells”) kommen auf der Oberfläche vor, denn sie hat keine richtigen Tentakeln.

Am 13. Dezember sprechen wir über Seekühe! Es gibt tatsächlich nur noch vier Arten der Ordnung der Sirena, dieser im Wasser lebenden, pflanzenfressenden Säugetiere (Quelle: spektrum.de). Alle Arten sind gefährdet, was wir Menschen mit zu verantworten haben. Die Stella-Seekuh wurde beispielsweise innerhalb von 27 Jahren ausgerottet. Den Artikel, über den Eva spricht, findet ihr hier: spektrum.de/magazin/manatis-seekuehe-aus-der-neuen-welt/821797.

Am 14. Dezember sprechen wir über die Familie der Petermännchen. Das gewöhnliche Petermännchen kommt auch in der Nordsee und der westlichen Ostsee vor. (Quelle: spektrum.de, geo.de) Diese Arten sind gefährlich, denn sie haben giftige Stacheln und zählen zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren.

Hinter dem 15. Türchen schlängeln sich die Seeschlangen, eine Unterfamilie der Giftnattern. Die etwa 60 Arten sind in den tropischen Meeren beheimatet. Besonders speziell bei diesen Reptilien ist die Anpassung an dem Lebensraum Meer. Außerdem sind die giftigsten Tiere unter Wasser. (Quellen: spektrum.de, animals.howstuffworks.com)

Dieser Wunsch kam von Michael & Moritz vom Podcast “Ecke Hansaring”. Wir waren bei den beiden auch zu Gast und haben über eine Tiefsee-Expedition gesprochen, die Folge könnt ihr hier anhören auf ihrer Webseite oder hier auf Spotify.

Hinter dem 16. Türchen versteckt sich der Grönlandhai, Somniosus microcephalus. Dieser kommt in kalten Gebieten vor (Arktis/Nordatlantik) und kann ziemlich alt werden. Mit seinem Alter von mehreren hundert Jahren ist er damit das älteste Wirbeltier. (Quellen: MacNeil et al 2012: Biology of the Greenland shark, Nielsen et al 2013: Distribution and feeding ecology of the Greenland shark)

Am 17. Dezember finden wir in unserem Adventskalender den schwersten Knochenfisch: Den Mondfisch _Mola mola _! Das Lieblingsfressen dieses abstrus aussehenden Fisches ist die Ohrenqualle. Auf seiner Oberfläche machen sich gerne mal Parasiten breit, deshalb lässt er sich ab und an von Seevögeln “massieren” bzw die Parasiten abpicken. (Quelle: animals.howstuffworks.com) Der Ted-Talk über Mondfische von Tierney Thys findet ihr hier: Video Ted-Talk.

Wir öffnen das 18. Türchen und finden dahinter Riesenmuscheln (auch bekannt als “giant clams”), die größten uns bekannten Muscheln. Die größte dieser Muscheln ist Tridacna gigas und die “kleinere” Riesenmuschel ist Tridacna maxima. Diese können nicht nur ziemlich groß, sondern auch ziemlich alt werden. Durch die Gefährdung von Korallenriffen, aber auch durch kommerzielle Nutzung dieser Muscheln, sind sie gefährdet. Schlussendlich reden wir noch über den Mythos: Verschlingen Riesenmuscheln wirklich ahnungslose Schwimmer*innen? (Quellen: nationalgeographic.com, endangeredspeciesinternational.org)

Hinter dem 19. Türchen finden wir mal eine Schildkröte und zwar Chelonia mydas. Die Grüne Meeresschildkröte kann 300 kg schwer, fast 1.50 m lang und 80 Jahre alt werden. Nicht nur der Weg ins Meer für die frisch geschlüpften Schildköten ist gefährlich, sondern auch die Tiere selbst sind gefährdet durch beispielsweise Bootsmotoren. (Quelle: nationalgeographic) Schildkrötenschutz ist also wichtig, doch wie funktioniert der ? Das erklärt uns Christian Miller (hier auf instagram), der die Geschichte von Ella, einer verletzten Schildkröte, in ein Kinderbuch geschrieben und illustriert hat. christianmiller.photo ist seine Webseite und auf ellasadventures.com.au findet ihr alles zu Ellas Abenteuer. Dort könnt ihr auch das Buch bestellen. Ein Exemplar des Buches verlosen wir (Disclaimer: alles ist hier unbezahlt), dazu könnt ihr uns eine Mail mit dem Betreff “Ella” an info@diedreimeerjungfrauen.de schreiben, mit einem Grund warum ihr das Buch gerne hättet. Oder ihr folgt uns auf instagram und folgt den Anweisungen am heutigen Post. Das Gewinnspiel geht bis zum 6.01.

Am 20. Dezember sprechen wir tatsächlich über einen Süßwasserfisch, denn unsere Freunde vom Podcast “mansplaining” haben sich diesen sehr gewünscht. Wir sprechen also über den Roten Oskar, Astronotus ocellatus. Dieser ist besonders bekannt für seine rötlich-braune Färbung. Der “Pfauenaugenbuntbarsch” ist außerdem auch ein beliebter Aquarienfisch. Seine Färbung weist auch auf soziale Verhaltensweisen hin. (Quelle: S.C. Beeching: Colour pattern and inhibition of aggression in the cichlid fish Astronotus ocellatus).

Heute, am 21. Dezember sprechen wir über Robben, die Pinnipedia (Flossenfüßer). Diese Meeressäuger sind Schwesterngruppen der Maderartigen und der Bärenartigen und leben eher in den kälteren Meeren. Ihr fehlen blaue Sinneszellen, können aber dennoch verdammt gut sehen. (Quelle: spektrum.de) Die Art Puijila darwinii ist das Bindeglied zwischen Robben und seinen an Land lebenden Vorfahren, gefunden von der Paläontoligin Natalia Rybczynski. Mehr dazu hier in diesem Artikel: deutschlandfunk.de/wie-walross-seehung-und-seeloewe-zu-ihren-flossen-kamen. Robben klatschen auch mal gerne unter Wasser – das dient nicht nur zur Belustigung sondern auch zur Kommunikation. (Quelle und cooler Artikel dazu: animals.howstuffworks.com/mammals/seals-clap-underwater-to-communicate) Wer etwas zum Seehund und zur Kegelrobbe erfahren möchte, kann in unsere Wattenmeerfolge diedreimjf18 reinhören: diedreimjf18: Das Wattenmeer & seine BIG FIVE.

Am 22. Dezember sprechen wir über Weichkorallen: Wir nehmen das als Überbegriff für Octocorallia; das sind all die Korallen, die keine Steinkorallen sind. Sie besitzen kein richtiges Kalkskelett, sondern Kalknadeln. Daher sind sie auch nicht riffbildend, man findet sie aber auch in großer Anzahl in Riffen. (Quelle: eatlas.org.au)

Heute, am 23. Dezember, öffnen wir das vorletzte Türchen und erfahren etwas über Anemonen in der Ostsee. Wir sprechen erst allgemein über diese Blumentiere (Quelle: marum.de). Die Seeanemone, die Ordnung Actiniaria, sind halbsessil und oft bunt wegen der Algen mit denen sie in Symbiose leben. In Symbiose leben sie auch oft zum Beispiel mit Anemonenfischen. Dann sprechen wir noch über zwei Arten aus der Ostsee: die Seedahlie (Quelle: spektrum.de) und die Seenelke (Quelle: biologie-seite.de). Der liebe Niko (hier auf instagram: niko.linke) hat mal ein tolles Video von Anemonen in der Ostsee gemacht, das findet ihr hier: youtube.com/watch?v=TM-FZJFTbSc&feature=youtu.be).

Heute, am 24. Dezember, kommen wir zur Krönung unseres Adventskalenders. Da uns immer mal wieder Nachrichten zum Studium der Meeresbiologie mit ähnlichen Fragen erreichen, sprechen wir da heute mal ausgiebig drüber. Außerdem erzählen wir, wie wir selbst zu diesem Weg gekommen sind und was unsere Leidenschaft ausmacht.

Wir wünschen Euch allen frohe Weihnachtstage und einen guten Start ins Neue Jahr.

Danke, dass ihr unser Adventskalenderprojekt angehört habt! Wir würden uns total über Feedback freuen (beispielsweise bei instagram (@diedreimeerjungfrauen), twitter (@diedreimjf) oder via e-mail (info@diedreimeerjungfrauen.de)), über ein Abonnement (z.B. bei Spotify) oder eine Bewertung (z. B. bei Apple Podcasts).

Wir persönlich freuen uns schon auf alles, was wir fürs kommende Jahr geplant haben. Seid sicher, ihr werdet von uns hören!