ADVENTSKALENDER 2019

Als Student zu alt für einen Adventskalender? Niemals! Wir hüpfen jeden Tag ins kalte Wasser und öffnen ein Türchen.

Türchen 1: Seepferdchen – Hippocampus

Plitsch! Platsch! Hinter Türchen Nr. 1 versteckt sich das Seepferdchen (Hippocampus). Wir sprechen darüber wo die “monsterartigen” Pferde des Meeres leben, wie sie sich fortpflanzen und warum diese echte Romantiker sind.
Einen Balztanz, der selbst uns ganz wuschig macht, könnt ihr hier finden: KLICK. Außerdem klären wir die Frage: Sind Seepferde treu? Oder gar monogam?

Türchen 2: Feuerwalzen – Pyrosoms

Plitsch! Platsch! Nachdem wir Türchen Nr. 2 geöffnet haben, reden wir darüber was und wie viele Pyrosome (bzw Feuerwalzen zu deutsch) eigentlich sind. Jelly-Röhren, die manchmal auch leuchten und bis zu 12 Meter lang werden…. Gegenüber Tauchern zeigen sie sich aber eher passiv: VIDEO.

Türchen 3: Beluga – Delphinapterus leucas

Plitsch, platsch: Hinter Türchen 3 schwimmt fröhlich der Beluga (Delphinapterus leucas), auch Weißwal genannt. Zunächst quatschen wir über grundlegende Infos des arktischen Wals. Dann erzählen wir noch die Geschichte von Noc, einem Beluga, der dadurch berühmt wurde, dass er versucht hat menschliches Sprechen zu imitieren. Die Geschichte kann man hier nachlesen und Noc selbst kann man hier hören.

Dieses Jahr wurde außerdem noch Havldimir bekannt: ein Beluga, der sich im Hafen Hammerfests aufhält. Seine Geschichte in Video findet ihr hier und die Webseite der Hvaldimir-foundation hier.

Türchen 4: Nacktkiemer – Nudibranchia

Hinter Türchen 4 wird es bunt: Die Ordnung Nudibranchia begrüßt uns. Na, sind wir denn am FKK-Strand? Im Englischen Nudibranch, zu Deutsch Nacktkiemer zeigen diese kleine “Nacktschnecken des Meeres”, dass sie klein aber oho sind – und das nicht nur weil sie in allen Farben schimmern….

Diese können sich nämlich doch ganz gut wehren durch Kleptocnidae. Dazu stehlen sie sich ganz einfach die Nesseln von anderen Nesseltieren und nutzen sie für sich selbst.

Türchen 5: Antarktischer Krill –
Euphausia superba

Plitsch Platsch und brrr… Hinter Türchen 5 wird es kalt. Wir reden heute über Antarktischen Krill, Euphausia superba. Dieser dient in der kurzen Nahrungsnetze im Antarktischen Nahrungsnetz als biologische Kohlenstoffpumpe.

Die Biomasse von Krill kann sogar Blauwale ernähren Manchmal wird Krill sogar als das das erfolgreichste Tier der Welt bezeichnet – doch was wird der Klimawandel für Auswirkungen haben? Besonders auf den Lebenszyklus?

Türchen 6: Himbeerkoralle –
Pocillopora damicornis

Diesmal öffnen wir nicht nur Türchen Nr. 6 sondern schauen auch in unseren Nikolausstiefel: Das freut natürlich besonders Anna! Zunächst einmal lernen wir Generelles über Korallen, dann erfahren wir mehr über Pocillopora damicornis und ihr Sexualleben…

Diese riffbildende Koralle reproduziert sich nämlich sowohl asexuell und sexuell. Doch: Was genau haben Klone damit zu tun? Und was ist eigentlich Broadcast-spawning?

Türchen 7: Diatomeen –
Bacillariophyta

Klein aber oho: Mit unserem bloßen Auge kommen wir hinter Türchen 7 nicht weit. Dabei lohnt es sich genauer hinzuschauen – Bacillariophyta sind wohl eine der hübschesten Lebewesen der Welt, das hat auch schon Haeckel so gesehen.

Die “Schachtellinge” mit Wänden aus Siliciumoxid sind nicht nur hübsch, sondern haben auch einen wichtigen Anteil am Phytoplankton im Meer. Aber aufgepasst! Manche bilden Domoinsäure, welche in größeren Menge zu z.B. Amnesie führen kann. Wer mehr über toxische Diatomeenblüten erfahren will, kann das hier.

Türchen 8: Calanoidae

Nachdem wir gestern viel über Kieselalgen geredet haben, erfahren wir heute von was diese wunderschönen Zellen unter anderem gefressen werden: Hinter Türchen 8 versteckt sich die Calanoida! Anna erzählt uns, was überhaupt Zooplankton ist und dass sie sich in Temoridae sie sich verliebt hat…

Hier kann man mehr über Zooplankton bzw. Copepoden erfahren.

Türchen 9: Tiefseeangler – Ceratioidei

Beim Öffnen des neunten Türchens begeben wir uns in die Dunkelheit… Und sehen ein Licht, welches zu den Tiefseeanglerfisch Ceratioidei gehört. Diese haben verschiedene Wege zu leuchten und haben auch, was die Fortpflanzung angeht, ganz neue Wege gefunden…

Aufnahmen dieser Familie bringen Wissenschaftler immer wieder zum Staunen: Video.

Türchen 10: Walhai – Rhincodon typus

Hinter Türchen 10 versteckt sich der Walhai! Wir klären zunächst was Knochen – und was Knorpelfisch ist und dann, warum man eigentlich gar keine Angst, vor Rhincodon typus haben muss.

Das Video, von dem Anna redet, findet ihr hier.

Türchen 11: Königskrabbe – Paralithodes camtschaticus

Hinter Türchen 11 wird es monströs mit Scheren… Wir schauen uns die Königskrabbe Paralithodes camtschaticus mal genauer an. Dazu klären wir, was eine invasive Art, wie die Monsterkrabbe überhaupt in Atlantische Gewässer kam und was das ganze für Folgen haben kann.

Türchen 12: Dinoflagellate

Hinter Türchen Nr. 12 wird es klein und leuchtend – wir reden über Dinoflagellate. Bei mechanischen Einwirkungen kann nämlich im Meer ein blau/grüner “Teppich” aufleuchten. Dies ist Biolumineszenz von den kleinen Einzellern.

Experimente dazu kann man sich hier anschauen.

Türchen 13: Humboldt-Kalmar – Dosidicus gigas

Hinter Türchen Nr. 13 begegnet uns der rote Teufe: Am Freitag, den 13., sprechen wir nämlich über “diablos rojos”, wie der Humboldt-Kalmar ([1], [2]) auch genannt wird. Was es mit dieser Bezeichnung auf sich hat und wie man ihn am besten anlocken kann, klären wir in der aktuellen Folge.

Türchen 14: Xestospongia

Der Schwamm hinter Türchen Nr. 14 wohnt nicht in der Ananas ganz tief im Meer… aber ist trotzdem super cool! Was Xestospongia so im Meer macht, besonders wenn das Wasser wärmer wird, könnt ihr heute hören.

Wer Xestospongia Wasser filtrieren sehen will, kann das hier.

Türchen 15: Unechte Karettschildrköte – Caretta caretta

Türchen Nr. 15 und wir beschäftigen uns mit einem Tier, das jeden bekannt ist: Der Schildkröte! Wir schauen uns heute die Art der Unechten Karettschildröte an, Caretta caretta. Diese kann sich mit Hilfe ihres Magnetsinns im Ozean zurechtfinden, ist aber auch eine gefährdete Art aufgrund verschiedener anthropogenen Einflüsse.

Türchen 16: Mantarochen- Mobula

Es öffnet sich Türchen Nr. 16 und dahinter wird es riesig: Anna erzählt uns, was Mantarochen der Gattung Mobula sind, wie groß die werden können und warum der Begriff “Teufelsrochen” überhaupt nicht stimmt.

Diese sind nämlich überhaupt nicht daran interessiert, Menschen zu fressen sondern drehen sich lieber durch die Gegend um ihre eher kleine Beute zu konsumieren.

Türchen 17: Ohrenqualle – Aurelia aurita

Hinter Türchen Nr. 17 finden wir Aurelia aurita, die Ohrenqualle. Dabei lernen wir, dass die “Ohren” eigentlich die Geschlechtsorgane sind und wie Quallen überhaupt fressen. Aurelia aurita kann außerdem einen umgekehrten Lebenszyklus haben, weshalb sie manchmal auch als unsterblich bezeichnet wird. Passend zum Thema Winter: Die Ephyra, ein Stadium in ihrem Lebenszyklus, sieht aus wie Schneeflocken – das kann man hier sehen.

Türchen 18: Orca – Orcinus Orca

Hinter Türchen Nr. 18 versteckt sich der Orca, auch Killerwal genannt. Orcinus orca ist dabei gar nicht so ein “Killer” wie alle behaupten. Wir reden darüber, wie Orcas eine “Kultur” an ihre Kälber vererben und dass es verschiedene Ökotypen gibt, die sich auch nicht untereinander paaren. Außerdem schneiden wir kurz das Thema Delfinarien an.

Türchen 19: Seeengel & Seeschmetterlinge: Pteropoda

Wir öffnen Türchen Nr. 19 und finden dahinter Thecosomata und Gymnosomata, die Seeengel und Seeschmetterlinge des Meeres. Diese kleinen Schnecken “fliegen” regelrecht durchs Wasser indem sie mit ihren Flügeln (Parapodien) rudern. Die Seeengel sind dabei nackt: Sie tragen kein Schneckenhaus. Außerdem ernähren sie sich ausschließlich von den Seeschmetterlingen. Dass diese Arten wirklich hübsch aussehen, könnt ihr in diesem Video selbst sehen.

Türchen 20: Gobies

Wir öffnen Türchen Nr. 20 und schauen uns eine Fischgruppe am Meeresboden an: Die Gobies. Was an ihnen so besonders ist, erklärt auch Anna. Außerdem reden wir über das Paper “Why Gobies are like Hobbits” und finden raus, dass Goby-Larven nicht die größten “Abenteurer” sind.

Türchen 21: Pompejiwurm – Alvinella pompejana

Hinter Türchen Nr. 21 wird es heiß: Wir sprechen darüber, was Hydrothermalquellen sind! Diese schwarzen Raucher scheinen zunächst unbewohnbar, doch finden wir dort viele extremophile Lebewesen. Ein Beispiel ist der Pompejiwurm, Alvinella pompejana, der in Symbiose mit Bakterien lebt und eine der hitzeresistenten Arten unserer Erde ist.

Aufnahmen von diesen koloniebildenden Würmern, die in Röhren an den Schächten der Unterwasservulkane leben, könnt ihr hier finden.

Türchen 22: Orang-Utan Krabbe – Achaeus japonicus

Am 22.Dezember reden wir über Affen, die an Blasenkorallen hängen… Affen?!?! Naja fast. Denn hinter Türchen Nr. 22 versteckt sich die Orang-Utan Krabbe, auch Achaeus japonicus genannt. Diese lebt in Symbiose mit der Blasenkoralle und sieht wegen ihrer langen Beine und orangenen Härchen aus wie ein Orang-Utan.

Türchen 23: Eisbär – Ursus maritimus

Wir öffnen Türchen 23 und finden dahinter den Eisbären! Wer sich wundert, warum wir in einem Meereswissenschaftenpodcast über ihn reden: Der Lebenszyklus des Ursus maritimus, des “Bären des Meeres” ist durch seine Beute direkt an die Eiskante und des Meeres verbunden. Während das Eis schmilzt und wieder zufriert, können sie tausende Kilometer zurücklegen….

Der Eisbär ist jedoch auch ein Symbolbild des Klimawandels, wegen des Rückgang des Packeises. Im Meereisportal kann man die aktuelle Meereisausdehnung mit der vergangenen vergleichen. Daher gibt es in der letzten Zeit immer wieder Meldungen, dass Eisbären immer wieder in Städte vordringen, wie z.B. hier.

Türchen 24: Meerjungfrauen

Wir öffnen das besondere Türchen Nr. 24 und reden im Finale unserer Adventskalenders über Meerjungfrauen. Karl Banse spricht in einem Paper über drei verschiedene Arten in der Gattung Siren und erklärt, wie diese später durch Quallen ausgestorben sind. “My hypothesis is, that mermaids should be taken seriously”, so Banse und wir sehen das zumindest heute mal genauso.

Wir wünschen euch ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2020!

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