#diedreimjf17 – Meeresschutzgebiete und politisches Engagement neben dem Studium

Nachdem es in der letzten Folge so gruselig zuging, wollen wir heute über was (vermeintlich) Positives reden: Meeresschutzgebiete! Anna erklärt uns zunächst, was Meeresschutzgebiete sind[1]. Dann stellt Eva das größte Meeresschutzgebiet vor: Das Rossmeer in der Antarktis, welches durch CCAMLR beschlossen wurde und seit 2017 besteht[2, 3]. Ein besonderes Ziel ist es dieses “unberührte” Meer auch wissenschaftlich zu untersuchen und zu beobachten. Ein cooles Poster dazu findet man hier. Anna stellt uns dann noch den “Great Barrier Reef Marine Park” vor. Dort liegt auch der Marine Park Coral Sea, indem Tourismus, Fischen, Tauchen etc aber noch erlaubt ist. Und es liegt dort sogar ein auf Kohleverschiffung spezialisierter Seehafen, der Abbot Point.

In unserem Studierendenstruggle reden wir dieses Mal über politisches Engagement neben dem Studium, vor allem in der Kommunalpolitik. Dazu haben wir uns Sönke und Jan Oskar vom Podcast “mansplaining.” eingeladen. Die beiden stellen sich und ihren Podcast (sowie den kontroversen Namen) vor. Danach sprechen die beiden über ihr kommunalpolitisches Engagement in der Studienzeit. Den beiden könnt ihr hier und hier auf instagram folgen. Ihren Podcast “mansplaining.” findet ihr hier auf Spotify, und hier auf apple podcasts. Sonst findet ihr den Podcast natürlich auch überall, wo es Podcasts gibt.

Wir beide (Anna & Eva) durften bei den beiden auch zu Gast sein: Sobald die Episode dort erscheint, verlinken wir sie hier.

Wie immer gilt: Wir würden uns über Feedback freuen, beispielsweise als Mail an info@diedreimeerjungfrauen.de, auf unserer Website, auf Twitter oder Instagram.

#diedreimjf16 – Gruselfolge2020: Megalodon, Geisternetze, Japanische Riesenkrabbe & Gespensterfische

Dieses Mal hatten wir etwas Technikprobleme, wir bitten dies zu entschuldigen.

Ende Oktober 2020, als wäre dieses Jahr noch nicht gruselig genug, tragen wir mit der 16. Folge unseres Podcastes passend zu Halloween zum Spukfaktor bei:

Anna bringt uns in Stimmung mit einer Gruselgeschichte: Wir befinden uns in einer Zeit vor 20 Millionen Jahren, dem Zeitalter des Miozän. Nord- und Südamerika sind vom Wasser getrennt, ebenso der asiatische und afrikanische Kontinent. Am Horizont erscheint ein großer Schatten, es ist der größte Meeresräuber, den die Ozeane je gesehen haben. Otodus megalodon, auch Carcharocles megalodon genannt. Wir verstecken uns in einer Felsspalte, denn dem riesigen Hai möchten wir nicht über den Weg schwimmen. (Quelle: hier)

Was der Megalodon für eine Haiart ist, weshalb sie ausgestorben ist und wie diese Geschichte endet, erfahrt ihr in unserer diesjährigen Gruselfolge!

Um mehr über Geisternetze zu erfahren, haben wir uns Mike eingeladen, denn Geisternetzte sind kein Seemansgarn, sie sind real. Verlorene Fischernetzte treiben durch unsere Meere und fischen wie durch Geisterhand für hunderte Jahre weiter. Welche Tiere davon betroffen sind, wie groß das Problem ist und wie sie überhaupt ins Meer kommen erfährt ihr in dieser Podcastfolge. Hintergrundinformationen zu den Themen findet ihr hier und hier sowie hier. Beeindruckende Aufnahmen zu dem Thema findet ihr hier. Wie man mit Geisternetzen in der Ostsee umgeht, erfahrt ihr hier.

Eva erzählt von der “Japanese Spider Crab”, der japanischen Riesenkrabbe Macrocheira kaempferi, die die größte lebende Krebsart (anhand der Beinspannweite) ist. Besonders ihr Häutungsverhalten ist beeindruckend, denn dabei bewegt sie sich über eine Stunde lang nicht (Paper mit spannenden Bildern dazu: HIER – nur leider auf japanisch). Ein cooles Video im Zeitraffer dazu gibt es HIER zu sehen.

Dann berichtet Eva uns noch von der Familie der Gespensterfische, Opisthoproctidae. Deren Augen sind röhrenförmig nach oben gerichtet – so dass sie durch ihren transparenten Kopf Beute über sich erspähen können. Zum Jagen richten sie dann ihre Augen wieder nach vorne. Die Art Macropinna micrustoma könnt ihr euch in diesem Artikel noch einmal in einem Video anschauen. Eine andere Art Dolichopteryx longipes hat sogar eine zweite Netzhaut, auf die sie mithilfe einer Spiegelschicht noch ein zweites, scharfes Bild erzeugen können (mehr dazu HIER). Durch ihre Augen hat sich diese Familie der Gespensterfische perfekt an das Leben in der Tiefsee angepasst.

Sendet uns gerne Vorschläge für unseren Adventskalender an unsere E-Mail oder an Social-Messenger!

Wir würden uns über Feedback freuen, beispielsweise als Mail an info@diedreimeerjungfrauen.de, auf unserer Website, auf Twitter oder Instagram. Falls ihr mehr von Mike hören wollt, könnt ihr ihm auf Twitter oder Instagram folgen.

#diedreimjf15 – Marine Snow & Plastikverschmutzung

Wir haben noch nicht genug über die Tiefsee gerade, deshalb sprechen wir auch in Folge 15 wieder über dieses spannende Thema:

Im Meer schneit es nicht nur im Winter: Tatsächlich akkumulieren sich Zellen wie Bakterien, Phytoplankton, Detritus… zu kleinen “Schneebällen” und sind somit Energielieferant für die Tiefsee. Da die Marine Snow Produktion auch durch die Algenblüte beeinflusst wird, gibt es also tatsächlich so etwas wie Jahreszeiten in der Tiefsee. Mehr findet man darüber hier. Ein cooles Video, wie das ganz aussieht, findet man hier.

Dann reden wir noch über Plastikverschmutzung im Meer, die in Datenansammlung wie die Debris Database dokumentiert wird. Es ist jedoch nicht nur das Plastik, dass man sieht und in das sich Organismen verirren können (kann man hier nachlesen), sondern auch Mikroplastik und auch Nanoplastik.

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#diedreimjf14 – Whale falls & Kaltwasserkorallen

In Folge 14 geht es dieses Mal um die Tiefsee.

Wir reden über Whale Falls: Zum Meeresboden gefallene tote Wale können Grundlage für ganze Ökosystems sein. Dabei gibt es verschiedene Phasen der Zersetzung und Organismen, die sich speziell auf Whale Falls angepasst haben. Ein spannendes Video von so einem Whale Fall findet ihr hier.

Wenn man an Korallen denkt, denkt man immer an bunte Vielfalt in den Tropen. Doch heute erfahren wir, dass es auch Kaltwasserkorallen gibt. In so genannten Gärten bieten diese “Patches” für Vielfalt in der Tiefsee. Heute reden wir über keinen Struggle – allerdings bitten wir euch in Vorbereitung an unseren Adventskalender uns Nachrichten zu schicken, welche Lebewesen im Meer ihr spannend findet (und gerne auch warum). Dies kann als Sprachnachricht oder als Textnachricht sein.

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#diedreimjf13 – Quallen-Kannibalismus, Marianengraben & Mike als Online-Tutor

Folge 13 ist da: Unser Herz pumpt mittlerweile nur noch Kaffee durch unseren Körper und wir erzählen euch von der Public Climate School, die in der kommenden Woche (25.05. – 29.05) statt findet. Am Mittwoch, den 27.05. um 20 Uhr tragen wir zum Programm der Ortsgruppe Kiel bei mit einem Klima-Pubquiz. Die Fragen dazu findet ihr hier.

Die Rippenqualle Mnemiopsis leidyi dringt in europäische Gewässer wie die Ostsee ein und ist ziemlich erfolgreich damit. Bisher war es immer ein Mysterium, warum – eine neue Studie zeigt jedoch, dass die Art kurz vorm Winter viel in Energie in Nachkommen investiert – um ein paar Wochen später diese fressen zu können. Kannibalismus klingt erstmal gruselig, ist aber eine kluge Strategie um in Bedingungen zu überleben, an die man nicht angepasst ist. Und da Rippenquallen sehr, sehr alt sind – vielleicht ist Kannibalismus als Strategie im Tierreich verbreiteter als gedacht?

Dann tauchen wir ab zum Marianengraben: Nicht viele haben den tiefsten Punkt bisher erreicht. Zu sehen gibt es aber viel: Chemotrophe und extremophile Lebewesen, darunter viele gelatinöse Organismen. Besonders im Kopf geblieben sind Bilder der Deep Sea Challenge, die ihr hier finden könnt.

Dann rufen wir Mike an, und er erzählt uns etwas zum online-learning als Tutor. Feedback und persönliche Interaktionen fehlen da natürlich und wir sind uns einig, dass Tutorien besser analog funktionieren.

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#diedreimjf12 – Rädertierchen, Dornenkronenseesterne & Studieren während einer Pandemie

Tadaaa, wir sind wieder da! Und diesmal sogar mit einem Intro, was die wunderbare Sunny für uns eingesungen hat. Folgt ihr auf Instagram unter sunny.accs_music!

Nach einem kleinen Statusupdate erklärt uns Anna, wie der Lebenszyklus von Rädertierchen sich an Umweltbedingungen anzupassen scheint. Eier können dazu sehr lange am Meeresboden überleben. Hier das Paper dazu: KLICK.

Bei Eva geht es auch um Lebenszyklen: Der Dornenkronenseestern schadet von Zeit zu Zeit in richtigen Plagen Korallenriffen – in einer Studie wurde nun gezeigt, dass ein äußerer Trigger die Länge der juvenilen Lebensphasen zu bestimmen scheint. Könnte das die wiederkehrenden Outbreaks erklären?

Wir reden außerdem noch darüber, wie es ist während der Pandemie zu studieren und dazu habt ihr uns ganz viele Nachrichten geschickt. Schreibt uns gerne wieder, wie es euch damit geht und was die aktuelle Krise so für Auswirkungen auf euer Studium hat.

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#diedreimjf11 – schlüpfrige Kalmare, jungferngebärende Korallen & Dating im Studium

Wanna be my valentine? Anna und ich nehmen tatsächlich am gleichen Ort auf und verbringen den Valentinstag mit Korallen & Kalmaren:

Kalmare haben nämlich ganz besonders schlüpfrige Flirtstrategien. Um den Vorteil der Größe auszugleichen, schlüpfen kleinere Kalmare nämlich gerne bei dem Reproduktionsakt von großen Männchen und Weibchen dazu und werfen ihr Erbgut mit in die Runde. Damit das ganz unauffälliger ist, tarnen sich die kleinen Männchen auch gerne mal als Weibchen um dem Kampf mit dem großen Männchen zu entgehen. In diesem Video könnt ihr sehen, wie sowas beim australischen Tintenfisch aussieht.

Korallen hingegen sind da etwas anspruchsvoller und reproduzieren sich nicht nur sexuell, sondern auch asexuell durch Polypen. Es kann dabei zu “Mass-spawning-events” in verschiedenen Zyklen kommen, die abhängig vom Mond sind. Asexuelle Reproduktion kann durch abbrechende Korallenstücke oder aussiedelnde Polypen entstehen. Einige Arten betreiben auch Parthenogenese (Jungferngeburt).

Danach quatschen wir noch über Dating im Studium und sind uns einig: Die Uni ist eine ziemlich große Partner- & Datingbörse. Den Text über das Single-Dasein, von dem wir reden, findet ihr hier: KLICK.

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#diedreimjf10 – Klimawandel im Meer

Migration durch erhöhte Temperatur, Ozeanversauerung & Klimaschutz im Studentenalltag

Nächste Woche am Freitag ist wieder Global-Climate-Strike, und viele Hochschulen haben sich im Zuge dessen ein Programm zur Public Climate School überlegt.

Eva bespricht zunächst, wie die Erderwärmung dazu führen kann, dass Arten in kühlere Gebiete wandern. Dabei hat das schon Auswirkungen auf die Fischerei durch beispielsweise einen Mismatsch von Fischlarven und deren Beute. Gerade Plankton (hier Calanoide) zeigen schon eine veränderte Biogeographie. Darüber hinaus besprechen wir weitere Einflüsse auf die anderen Ökosysteme und das Nahrungsnetz (z.B. hier & hier).

Anna wagt sich darauf hin an die Chemie heran und “das andere CO2 Problem”. Eine deutliche Abnahme in der Kalzifizierung in Planktonarten ist schon als Antwort auf die Zunahme des atmosphörischen CO2s ist zu erkennen. Dies betrifft vor allen Korallenriffe, die unter dem schnellen Klimawandel und der Ozeanversauerung leiden und deshalb sensitiver auf Temperaturveränderungen reagieren und anderswo Energie einsparen müssen, z.B. in der Reproduktion.

Am Ende zerbrechen wir uns den Kopf darüber, was man als nachhaltig lebender Student so tun kann: Muss man komplett aufs Fliegen verzichten? Wie ist das mit dem Fleischkonsum? Oder generellem Konsum?

Habt ihr noch Tipps für und und was sind eure Gedanken dazu?

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#diedreimjf9 – Wenn das Meer Halloween feiert

Knochenfessende Würmer, Vampirtintenfisch, Killerwale, Todeseisfinger & Zombieseesterne

Dies ist unsere Halloween-Sonderfolge – wir zeigen euch, wie gruselig das Meer sein kann und schmeißen eine richtige Gruselparty.

Wir reden über Osedax, eine Gattung “knochenfressender” Würmer, die kürzlich erst beim Beobachten eines Walskeletts wieder beobachtet wurde (Link zum Tweet von E/V Nautilus).

Einer unserer VIP-Gäste auf der Party ist der Vampirtantenfisch (Vampyroteuthis infernalis), der ein paar seltsame Tanzmoves drauf hat: Er kann sich beispielsweise komplett “nach außen” drehen (Video).

Musik darf auf keiner Party fehlen! Wir lauschen dem Sound von Killerwalen (Orcinus orca), der letztes Jahr mit einem Hydrophon vom Monterey Bay Aquarium Research Institute aufgenommen wurde (Sound).

Ice, ice, Baby! Nur leider ist dieses Eis tödlich und führt dazu, dass die Tanzfläche im Ozean gefriert durch tödliche Eisfinger (“Brinicles of death”), die sich unterm Meereis bilden. Rette sich wer kann oder sterbt in der schwarzen Todeszone… (Video).

Unsere Party ist total krank – was besonders die Seesteerne betrifft. Die verlieren nämlich aufgrund eines Viruses ihre Arme und sowohl Arm als auch Körper laufen weiter: Untote (Video) !!

Wir würden uns über Feedback freuen (besonders weil diese Folge ja etwas besonders war), beispielsweise als Mail an info@diedreimeerjungfrauen.de, auf unserer Website, auf Twitter oder Instagram.

#diedreimjf8 – Schaumalgenparty mit Fabi

Schaumalgen, ROVs & Vorurteil Partyleben

Zu Beginn unserer achten Folge erklärt uns Anna, was eigentlich diese Schaumberge am Meer sind und was diese mit dem Klimawandel zu tun haben könnten.

Fabian war auf einem Schiff unterwegs und hat dort teilweise mit ROVs (remotely operated vehicles; ferngesteuertes Fahrzeug) gearbeitet. Das nehmen wir zum Anlass ein bisschen mehr darüber zu erfahren

Im Anschluss wirft Eva das Vorurteil in die Runde, dass Studenten nur Party machen und wir sprechen über die Feierkultur im Studium.

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